Psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen nehmen spürbar zu, während Lehrkräfte häufig zwischen Beobachtung, Sorge und Unsicherheit stehen, weil sie Veränderungen im Verhalten wahrnehmen, ihre Verantwortung ernst nehmen und gleichzeitig wissen, dass Schule weder Diagnostikstelle noch Therapieort ist. Dieses Seminar vermittelt eine klare Orientierung im Spannungsfeld zwischen entwicklungsbedingter Krise, vorübergehender Belastung und behandlungsbedürftiger psychischer Erkrankung. Es schafft Sicherheit im Einordnen, ohne zu diagnostizieren, und klärt, wo schulische Verantwortung beginnt und wo sie endet. Lehrkräfte lernen, Warnsignale differenziert wahrzunehmen, Gespräche professionell zu führen und tragfähige Schnittstellen zu Eltern, Jugendhilfe und Gesundheitssystem zu gestalten.